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Knusperbrot mit Grünkohl und frischem Sauerkraut

Knusperbrot mit Grünkohl und frischem Sauerkraut


Zutaten:

1 Packung Tiefkühl-Grünkohl von 450 g, aufgetaut und ausgedrückt

500 g Buchweizenkörner, über Nacht eingeweicht

250 g Leinsamen, über Nacht eingeweicht

350 g frisches Sauerkraut (nicht pasteurisiert)

1 Teelöffel Traubenkernmehl (optional)

120 g trockener Leinsamen, gemahlen oder geschrotet

Für Die Dekoration zusätzliche trockene Körner wie Sesam oder Mohn.


Vorbereitung abends vorher:

Gib den Grünkohl in ein Sieb und lass ihn über einer Schüssel im Kühlschrank auftauen.

Weiche die Buchweizenkörnern und den Leinsamen etwa in der doppelten Menge Wasser ein.


Zubereitung:

Fülle den abgetropften Grünkohl in eine große Rolle Schüssel.

Wasche die Buchweizenkörner im Sieb kurz ab.

Gib etwa ¼ davon schon in die Ruheschüssel.

Mixe den eingeweichten Buchweizen und Leinsamen mit dem Sauerkraut und dem Traubenkernmehl zu einer gleichmäßigen Masse. Vermutlich musst Du etwas Sauerkrautsaft oder Wasser dazugeben.

Nun verteile den trockenen Leinsamen darüber und mixe alles von Hand oder mit einem Schneebesen.

Du kannst noch 1 Teelöffel Salz dazu geben, wenn Du magst.

Streiche die Masse ca. 0,6-0,8 cm dick aus, um sie zu trocknen.

Bestreue sie mit Mohn- oder sie Samenkörnern und ritze an den Stellen, an denen Du das Brot nach dem Trocknen brechen möchtest, Rillen.

Idealerweise besitzt Du für das Trocknen ein Dörrgerät, sodass die Temperatur nicht über 40 °C steigt und alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Wenn Du (noch) keins besitzt, kannst Du auch im Backofen trocknen, den Du auf die niedrigste Stufe einstellst und alle paar Stunden mal lüftest.

Für beide empfehle ich Dauerbackfolien, beispielsweise aus Teflon oder Silikon. Diese kleben nicht an, sind reißfest und lassen sich leichter wiederverwerten als die beschichteten Backpapiere.

Die Trockenzeit hängt von der Schichtdicke und der Temperatur ab. Nach ein paar Stunden, wenn sich die Folie lösen lässt, kannst Du die Brote wenden und die Folie abziehen.


Warum ist dies Brot so gesund?

Grünkohl enthält jede Menge Chlorophyll und Senföl-Glykoside, denen beide eine Schutzwirkung vor Krebs nachgesagt wird. Auch frisches Sauerkraut hat hier eine positive Wirkung, denn es impft die Darmflora beim Essen dieses besonderen Knäckebrots immer wieder mit frischen Stämmen von Milchsäurebakterien an.

Leinsamen ist bekannt für die stuhlregulierende Wirkung, aber auch für die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Diese werden leicht ranzig. Leinsamen sollte daher besser nicht geschrotet gekauft, sondern direkt vor der Verwendung zu Hause gemahlen werden.

Buchweizen ist kein echtes Getreide und enthält auch kein Gluten. Dafür aber jede Menge Kalium, Magnesium und Phosphor und hat damit eine regulierende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Auskleidung unserer Adern. Buchweizen mildert entsprechende Beschwerden sowie Bluthochdruck und Krampfadern ebenso wie Diabetes.

In Osteuropa ist Buchweizen ein traditionelles, gesundes Grundnahrungsmittel.

Mit dem Traubenkernmehl nimmst Du zusätzliche Antioxidantien auf. Es hat einen der höchsten bisher bekannten ORAC- Werte. Dieser bezeichnet die Fähigkeit einer Substanz, freie Radikale einzufangen.

Grünkohl-Salat „Leberfreude“

Grünkohl-Salat „Leberfreude“

Salat-Zutaten:

6 schöne, große Grünkohlblätter, bei viel Appetit auch mehr

3 große Blätter Schafgarbe

ca. 10 Löwenzahnblätter – Wildkräuter-Anfänger verwenden erst mal 4 –

Blätter von 1-2 rote-Bete-Pflanzen 1 dunkelrote Möhre, geraspelt

¼ Salatgurke in Würfeln

½ Kopfsalat zum Dekorieren

Saucen-Zutaten:

2 Teelöffel frisches Leinöl

etwas Kräutersalz nach Belieben

2 Teelöffel Zitronensaft

1 Esslöffel zuckerfreier Senf

¼ Zwiebel in feinen Würfeln

1 Esslöffel Nährhefeflocken (optional)

½ rote oder gelbe Paprika zum dazu Essen (optional)

Zubereitung:

Wasche de Salatzutaten und streife die Grünkohlblätter vonder inneren harten Rispe.

Rupfe die Blätter klein und knete sie mit dem Leinöl und dem Kräutersalz für ca. 1 Minute.

Je länger Du knetest, desto zarter werden die Blätter.

Streife die feinen Blättchen der Schafgarbe vom harten Stängel zu den Grünkohlblättern.

Hacke die Blätter von Löwenzahn und Roten Beten klein und gib auch sie zusammen mit den Möhrenraspeln und den Gurkenwürfeln zu den Grünkohlblättern. Beginne erst mal mit 4 Löwenzahnblättern, denn sie sind recht bitter.

Nun mische die Sauce aus dem Zitronensaft, dem Senf und den Zwiebeln an, vermenge sie mit dem Salat und schmecke noch mal ab.

Je nach Geschmack kannst Du jetzt noch mehr Löwenzahnblätter hacken und dazugeben.

Dekoriere den gewaschen und trockengeschleudert Kopfsalat auf einem großen Teller und verteile die Salatzutaten darauf.

Zum Schluss kannst Du noch die Nährhefeflocken darüberstreuensowie die Paprika zum dazu Essen daneben legen.

Ich wünsche Dir einen besonders gesunden Appetit!

Warum ist dieser Salat so gesund?

Vor allem die dunkelgrünen Salatzutaten sind gestopft vollChlorophyll, Carotinoide und andere wichtige Blattfarbstoffe, Vitamin C sowieweitere antioxidativ wirkende bioaktive Substanzen.

Der Löwenzahn enthält zusätzlich noch leberstärkende Inhaltsstoffe, die schon in der traditionellen Kräuterheilkunde verwendet wurden.

Die Roten Bete freuen uns durch viele nervenstärkendeB-Vitamine, blutdrucksenkendes Kalium und blutbildende Eisen-und Folsäureverbindungen.

Je gesünder und tatkräftiger Deine Leber ist, desto wacher und belastbarer fühlst Du Dich.

Besonders für die Roten Bete ist es wichtig, sie ausBioanbau zu kaufen, denn sie reichern Nitrat an. Generell wirst Du schnellfeststellen, dass sich Gemüse aus Bioanbau besser halten und auch einen höherenSättigungsgrad erzielen, denn Dein Körper bekommt auf diese Art und Weise mehrMineralstoffe. Konventionelles Gemüse wächst nämlich durch die Zugabe vonKunstdünger wesentlich schneller und kann daher bis zur Ernte nicht so vieleMineralien aus der Erde aufnehmen.

Gönn Dir also die höhere Qualität und lass es Dir gut schmecken!

Chia-Beeren-Frühstück mit Wildkräutern

Chia-Beeren-Frühstück mit Wildkräutern

Zutaten:

3 Esslöffel Chiasamen, über Nacht eingeweicht in der dreifachen Menge Wasser

1 Handvoll Beerenmischung, im Winter ist Tiefkühlware o. k.

1 Handvoll milde Kräuter, zum Beispiel Ringelblume, Brennnessel, Klettkraut, oder kleine Mengen Schafgarbe und Löwenzahn.

1- 2 Teelöffel Stevia nach Belieben

Zubereitung:

Weiche am Abend vorher die Samen ein. Du kannst auch die Beeren schon aus dem Tiefkühlgerät nehmen, aber morgens reicht nach meiner Erfahrung auch.

Lege ein paar Beeren für die Dekoration zurück.

Rühre die eingeweichten Chiasamen noch einmal durch und fülle sie in eine schöne Schale.

Wenn es schnell gehen soll, reichen auch ca. 10 Minuten Einweichdauer. Durch eine längere Zeit kommt aber der Keimvorgang ins Laufen, wodurch sich viele Vitamine bilden und vor allem die Lektine abbauen. Dies sind Stoffe, die die Pflanzen in ihrer Samen einlagern, um Fressfeinde davon abzuhalten, zu viel davon zu essen. Lektine hemmen nämlich die Aufnahme von Mineralstoffen.

Durch den Trick mit dem Einweichen können wir mehr als ein paar Körner essen, ähnlich wie die Vögel, die Körner in ihrem Kopf erst ein bisschen ankeimen, bevor sie sie in den Magen weiterleiten.

Wenn Du ein warmes Frühstück möchtest, kannst Du die Chiasamen auch in eine Schüssel mit warmem Wasser stellen oder noch etwas ca. 60 °C heißes Wasser dazugeben.

Mixe nun die Beeren mit den Wildkräutern und je nach Bedarf mit etwas Wasser für die Konsistenz.

Fülle diesen Smoothie in die Schale mit den Chiasamen und dekoriere mit ein paar zurückbehaltenen Beeren.

Gesunden Appetit!

Wieso dieses Frühstück so gesund ist?

Die Chiasamen enthalten ähnlich wie unsere heimischen Laien Saaten viel Omega-3-Fettsäuren. Da wir mit den meisten anderen Ölen er Omega-6-Fettsäuren zu uns nehmen, ist es wichtig, von diesen weniger und dafür von den Omega-3-haltigen mehr zu essen. Dies erreichst Du zum Beispiel durch dieses Frühstück.

Beerenfrüchte haben eine besonders starke Antioxidativ Wirkung, sodass Professor Claus Leitzmann von der Gießener Uni täglich mindestens ein Handvoll Beeren empfiehlt.

Wildkräuter dagegen enthalten besonders viele gut bioverfügbare Vitamine und Mineralstoffe, aber ebenso heilkräftige Substanzen und freie Elektronen, die von Molekülen aufgenommen werden können, denen beispielsweise durch Umwelteinflüsse Elektronen fehlen und die deswegen oxidativen Stress auslösen.